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Hier eine vereinfachte Information, wie ein Kollektor überhaupt funktioniert:
Das einfallende Sonnenlicht wird vom Kollektor in Wärme umgewandelt. Dadurch erhitzt sich die Solarflüssigkeit, welche die Umwälzpumpe in den Wärmetauscher des Solarspeichers fördert. Hier wird die Solarwärme an das Brauchwasser abgegeben und die abgekühlte Flüssigkeit strömt in die Kollektoren zurück. In der Pumpstation sind neben der Umwälzpumpe die für den zuverlässigen Betrieb der Solaranlage benötigten Armaturen anschlussfertig vormontiert.


Der Solarregler vergleicht die Temperaturen im Kollektor und im Brauchwasserspeicher. Er schaltet die Umwälzpumpe ein, wenn der Kollektor wärmer ist als der Speicher. Reicht die Sonneneinstrahlung einmal nicht aus, erwärmt der konventionelle Heizkessel über den zweiten Wärmetauscher den oberen Bereich des Speichers auf die gewünschte Wassertemperatur.


Ausrichtung der Solaranlage:

Eine Solaranlage sollte nach Süden ausgerichtet sein, muss aber nicht unbedingt exakt in Südrichtung montiert werden. Auch wenn Sonnenkollektoren auf einem Dach montiert werden, das bis zu 30° von der Südausrichtung abweicht, führt dies nur zu geringen Einbußen. Die Kollektoren können im Bereich von 20° bis 60° geneigt sein. Kleinere Neigungswinkel erhöhen die Energieausbeute im Sommer, bei größeren Neigungswinkeln ist die Ausbeute im Winter höher.




Einsatzbereiche der Solartechnik:

Ein Vorteil der Sonnenenergienutzung ist die Flexibilität des Einsatzbereiches. Thermische Solaranlagen können für die unterschiedlichsten Leistungsbereiche zur Trinkwassererwärmung und/oder zur Heizungs-Unterstützung eingesetzt werden. Allerdings ist das Strahlungsangebot in Deutschland im Winter, wo ein entsprechend hoher Heizbedarf besteht, am geringsten. Dies ist neben der etwas aufwendigeren Nutzung dieser Technik zur Heizungsunterstützung mit ein Grund, warum Solaranlagen überwiegend nur zur Trinkwassererwärmung eingesetzt werden. Ein solches System wird in unseren Breitengraden niemals autark, sondern immer in Verbindung mit einer konventionellen Wärmeerzeugung betrieben. Für die Auslegung hat sich als sinnvoll erwiesen, den Warmwasserbedarf im Hochsommer, wo das Strahlungsangebot der Sonne am größten ist, komplett mit möglichst geringem Überschuss abzudecken. Daraus ergibt sich eine solare Deckungsrate von etwa 50 bis 60%. Entsprechend groß sind auch die möglichen Einsparungen des üblicherweise im Jahr für die Trink-Wassererwärmung benötigten Brennstoffs.
   

  Wasserbedarf pro Person (Liter)
Einfamilien Haus 45°C 60° C
Einfacher Standard 45 30
Mittlerer Standard 60 40
GehobenerStandard 86 60
Hoher Standard 115 80
Mehrfamilien Haus    
Einfacher Standard 35 25
Mittlerer Standard 50 35
Gehobener Standard 70 50

Zur Trinkwassererwärmung ist bei den zum Einsatz kommenden Speicher-Wassererwärmern eine bivalente Beheizungsmöglichkeit notwendig, d.h., dass die Beheizung durch zwei voneinander unabhängige Wärmequellen möglich ist. In diesem Fall wären das die solare und konventionelle Beheizung. Dies kann u.a. durch zwei einfach beheizte (monovalente) Speicher-Wassererwärmer realisiert werden, die in Reihe hintereinander geschaltet werden. Eine solche Schaltung wird üblicherweise bei der Nachrüstung einer Solaranlage in eine bestehende Heizungsanlage eingesetzt. Die Nachrüstung macht zur Zeit den größten Marktanteil im Solarbereich aus. Da bereits ein Speicher-Wassererwärmer in der bestehenden Anlage existiert und nur ein weiterer monovalenter Speicher-Wassererwämer ergänzt werden muss, ist die Einbindung der Solaranlage in dem Fall eine unkomplizierte und kostengünstige Lösung.


Was ist eigentlich Solarthermie ?

Solarthermie ist die Umwandlung direkter und diffuser Sonnenstrahlen in Wärme. Diese Wärme wird von einem Sonnenkollektor erzeugt und über einen Wärmetauscher, in einen mit kaltem Wasser gefüllten Solarspeicher abgegeben. Das so erwärmte Wasser wird in Küche, Bad und zur Einsparung von Heizenergie im Haushalt eingesetzt. Mit einem Solarpaket für die Warmwasserbereitung einer 4köpfigen Familie kann der Kohlendioxid-Ausstoß jedes Jahr um ca. 1000 kg verringert werden.