Rund die Hälfte des Wärme- und mehr als ein Drittel des Strombedarfs in der Schweiz lässt sich langfristig mit heute
verfügbarer Solartechnologie auf bestehenden Bauten decken! 
Beachten Sie auch die Broschüre «Solarstrom, unerschöpfliche Energie» 
Solarstrom nennt man den Strom, der durch den photovoltanischen Effekt in Solarzellen erzeugt wird. Der Fachbegriff Photovoltaik (griechisch: Photo = Licht und Volt = Masseinheit für elektrische Spannung) steht für die Technik, mit deren Hilfe Sonnenenergie direkt in elektrischen Gleichstrom umgewandelt wird (Abkürzung: PV)
Zentrales Element einer Solarstrom-Anlage ist das Photovoltaik-Modul, in dem eine Anzahl Solarzellen miteinander in Serie geschaltet sind. Mehrere miteinander parallel geschaltete Module bilden den Generator. Bei Netzverbundanlagen wir der von den Solarzellen produzierte Gleichstrom in den Wechselrichter geführt, wo die Umwandlung in netzkonformen Wechselstrom (230 V) erfolgt. Dieser Strom wird anschliessend ins öffentliche Stromnetz via einen Zähler eingespiesen. Bei einer Inselanlage ohne Verbindung zum öffentlichen Netz wird der produzierte Gleichstrom hingegen in einer Batterie gespeichert und bei Bedarf von dort wieder bezogen.
Bei Solarzellen handelt es sich üblicherweise um dünne Scheiben aus Silizium. Durch gezielte Verunreinigung des reinen Siliziums mit Fremdatomen erhält man eine negativ leitende Schicht und eine positiv leitende Schicht. In der Übergangszone zwischen den beiden Schichten entsteht ein elektrisches Feld. Auf der Oberseite der Solarzelle befinden sich fingerförmige Frontkontakte, der Rückseitenkontakt dagegen besteht aus einer durchgehenden Metallfläche.
Fällt Licht auf die Solarzelle, werden im Silizium Elektronen und Löcher (sog. Defektelektronen) erzeugt und durch das elektrische Feld getrennt. Die Elektronen werden dem Minuspol und die Defektelektronen dem Pluspol zugeführt. Verbindet man die Kontakte über einen elektrischen Verbraucher wie z.B. einem Kühlschrank, so wandern die Elektronen über den äusseren Stromkreis zum Pluspol zurück - es fliesst elektrischer Gleichstrom.
Er wandelt die vom Generator kommende Gleichspannung in Wechselspannung um, synchronisiert die Frequenz mit der des öffentlichen Stromnetzes, besitzt Überwachungseinrichtungen zur Trennung vom Netz bei Störungen und dient als Datenlieferant.
Grundsätzlich können PV-Anlagen überall dort installiert werden, wo ausreichend Licht hinfällt. Einen optimalen Ertrag bietet eine südorientierte Fläche mit etwa 30° Neigung. Eine Abweichung nach Südwest/Südost oder Neigungen zwischen 10° und 50° verringern den Energieertrag nur geringfügig. Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser u.ä. sollten allerdings vermieden werden. 1 kWp installierte Leistung benötigen 6-7 m2 Fläche.
Als Faustregel gilt in unseren Breitengraden ein Energieertrag von 800 bis 1000 kWh pro kWp installierter Leistung der Anlage und Jahr. Eine 3-kWp-Anlage produziert ungefähr den jährlichen Strombedarf eines 3- bis 4-Personen-Haushalts mit massvollem Stromverbrauch.
Die Modulhersteller geben Garantien zwischen 20 und 25 Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer liegt bei 30-40 Jahren. Generell ist eine PV-Anlage sehr wartungs- und störungsarm.
Aufgrund der langen Lebensdauer der Module steht dieses Thema noch nicht im Vordergrund. Doch die Branche ist vorbereitet: Fast alle wichtigen Anbieter haben sich im Verband PV Cycle zusammengeschlossen, um ein freiwilliges Rücknahme- und Recyclingkonzept zu erarbeiten mehr.
Dieses Gerücht hält sich seit den Anfängen der Photovoltaik in den 50er Jahren hartnäckig. Damals wurden Solarmodule zur Stromversorgung von Satelliten eingesetzt, wobei der Energie-Rücklaufzeit kein grosser Stellenwert beigemessen wurde. Heute liegt diese je nach Technologie in unseren Breiten bei unter 3 Jahren, Tendenz sinkend. Bezogen auf die lange Lebensdauer (über 30 Jahre!) also ein ausgesprochen guter Wert. Übrigens: Es gibt Hersteller (z.B. RWE Schott Solar), die ihre Solarmodule bereits mit Solarstrom produzieren.
Zum Glück nicht! Die für den Betrieb notwendige Reinigung erledigt hierzulande der Niederschlag.
Die lokalen Netzbetreiber müssen Solarstrom von Privaten abnehmen und vergüten. Für Anlagen bis 3 kWp gilt das Prinzip des „Net Metering“, der Einspeisetarif ist identisch mit dem aktuellen Bezugstarif. Anlagen mit Baujahr ab 2006 können in den Genuss einer kostendeckenden Vergütung kommen. Der Beitrag variiert nach Gestaltung und Grösse der Anlage. Leider wurde der Gesamtbetrag für Strom von der Sonne in der neuen Energieverordnung (seit 1.1.2009) zu stark begrenzt. Antragsteller müssen deshalb mit längeren Wartefristen rechnen.
